BAWAG P.S.K.-STUDIE: JEDER ZWEITE UNTER 30 SCHNÜRT WEGEN CORONA DEN GÜRTEL ENGER

  • Bei jedem zweiten Österreicher unter 30 Jahren hat Corona Einfluss auf die berufliche Situation
  • Jeder Vierte unter 30 Jahren plant für das Alter vorzusorgen, knapp 30% in Wertpapiere zu investieren
  • Einkaufen, Geldausgeben und Kontoüberziehen: Jeder Zweite zwischen 16 und 29 Jahren hält sich zurück
  • Viele Österreicher denken in der Krise um: Familie und Freunde auf Platz 1, gefolgt von Konsum und Gesundheit

WIEN, 21. Oktober 2020 – Lockdown und Kontakteinschränkungen haben viele Österreicher zum Nachdenken gebracht: Viele denken heute über ihr soziales Umfeld, ihre Konsumgewohnheiten und das Thema Gesundheit anders als vor der Corona-Pandemie. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die im September vom Marktforschungsunternehmen Integral unter 1.005 Österreichern zwischen 16 und 69 Jahren im Auftrag der BAWAG P.S.K. durchgeführt wurde. Finanziell waren die letzten Monate vor allem für die junge Generation ein „Gamechanger“: Denn laut eigenen Angaben muss die Hälfte der Unter-30-Jährigen seither aufgrund von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit den „Gürtel aktuell enger schnallen“ und möchte daher zukünftig auch mehr sparen. 4 von 10 planen auch das Thema (finanzielle) Altersvorsorge anzugehen. Rund 20% planen zudem den Einstieg in den Kapitalmarkt.

In der Generation unter 30 Jahren finden sich viele Lehrlinge, Studenten oder Berufseinsteiger, für die sich quasi ‚über Nacht' durch die Coronakrise vieles verändert hat. Sie verfügen oftmals über wenig Erspartes oder ein geringeres Einkommen als ältere Generationen, weshalb unsichere berufliche Aussichten eine neue und große Herausforderung darstellen. Daher nimmt besonders für sie die Bedeutung von finanzieller Stabilität und Zukunftsplanung zu“, erklärt Werner Rodax, Managing Director Retail Market Austria bei der BAWAG P.S.K.
 
Einstellung zu Finanzen verändert sich bei Generation „unter 30“ am meisten

Bei den Finanzen ähneln sich auf den ersten Blick in allen Altersgruppen die Ergebnisse: 17% der Unter-30-Jährigen denken heute anders über ihr Geldleben als zuvor, bei den 30- bis 40-Jährigen und den 50- bis 60-Jährigen jeweils 16%. Sieht man sich die Ergebnisse jedoch im Detail an, erkennt man, dass sich beim Finanzverhalten besonders bei den Österreichern „unter 30“ am meisten getan hat. So wollen 46% demnach mehr für unerwartete Situationen sparen. Fast die Hälfte hält sich laut eigener Angaben beim Einkaufen, Geldausgeben und Kontoüberziehen zurück. Jeder Vierte in dieser Altersgruppe prüft zudem Einnahmen und Ausgaben genauer.

Auch das Thema finanzielle Zukunftsplanung und Vorsorge gewinnt in dieser Altersgruppe mehr als bei anderen an Bedeutung: So interessieren sich 2 von 10 seit der Coronakrise verstärkt für Wertpapiere, Veranlagung und Vorsorge. 43% planen für das Alter vorzusorgen, knapp 30% in Wertpapiere zu investieren. Außerdem achtet jeder Dritte auf nachhaltige Geldanlagen. Zum Vergleich: „Nur“ 9% der Befragten zwischen 30 und 49 Jahren planen in den Kapitalmarkt zu investieren.
 
Für die Hälfte der jungen Berufstätigen verändert Corona die Jobsituation

Dass die Finanzen besonders bei den jungen Österreichern verstärkt im Fokus stehen, ist auch auf unsichere Zeiten am Arbeitsmarkt zurückzuführen. Denn bei jedem zweiten Österreicher unter 30 Jahren hat/hatte Corona Einfluss auf die Job-Situation: Ein Drittel der 16- bis 29-Jährigen war oder ist weiterhin von Kurzarbeit betroffen, 14% waren arbeitslos, sind aber bereits wieder berufstätig. Damit treffen die Auswirkungen der Pandemie die jungen Arbeitnehmer stärker als ältere Generationen, denn bei Zweidrittel der 30- bis 49-Jährigen und Dreiviertel der 50- bis 69-Jährigen hatte Corona keinen Einfluss auf die berufliche Situation.
 
Soziales, Konsum und Gesundheit: Krise sorgt für breites Umdenken

Die Studienergebnisse unterstreichen darüber hinaus, dass die Corona-Pandemie unser Miteinander nachhaltig verändert hat. Viele Österreicher haben sich in den letzten Monaten verstärkt darüber Gedanken gemacht, was sie in einzelnen Lebensbereichen künftig anders machen möchten. Durch Kontakteinschränkungen und Abstandsregeln denken die meisten Österreicher über ihr Verhältnis zu Familie und Freunden nach: 35% aller Befragten verweisen auf ein Umdenken in diesem Bereich, bei den 50- bis 69-Jährigen sind es fast 40%. Ein Drittel gibt zudem an, über „Konsum“ anders zu denken als vor dem Ausbruch der Pandemie, was mit einem Anteil von 35% am meisten auf die 50- bis 69-Jährigen zutrifft. Fast ein Drittel aller Befragten geben zudem an, heute anders über den Bereich Gesundheit zu denken, am stärksten die Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren mit 36%. Auch Veränderungen im Arbeitsalltag, sei es der Wechsel ins Home-Office oder die Kurzarbeit bzw. Arbeitslosigkeit, waren „Gamechanger“: 18% haben ihre Einstellung zu beruflichen Themen geändert. Beim Umweltschutz fand bei 14% der Befragten ein Umdenken statt, am stärksten bei den Befragten unter 30 Jahren (15%).

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