BAWAG Group erzielt starkes Quartalsergebnis – Periodengewinn vor Steuern 123 Mio. EUR

  • Periodengewinn vor Steuern 123 Mio. EUR, +1% gegenüber Vorjahr
  • Return on Tangible Equity (@ 12% CET1) von 17,2%
  • Operative Kernerträge 247 Mio. EUR, +4%
  • Operative Erträge 265 Mio. EUR, +6%
  • Operative Aufwendungen +3% aufgrund jüngster Akquisitionen
  • Verbesserung der Cost/Income Ratio auf 40,5%, -1,1 Prozentpunkte
  • Verbesserung der Nettozinsmarge auf 2,23%, +3 Basispunkte gegenüber dem vierten Quartal 2016
  • CET1 Quote 15,7% (unter Vollanwendung der CRR), +60 Basispunkte gegenüber Jahresende 2016

 

Wien, 4. Mai 2017 – Die BAWAG Group gibt heute einen starken Periodengewinn vor Steuern von 123 Mio. EUR für das erste Quartal 2017 bekannt, der um 1% über jenem des Vorjahres und um 18% über dem vierten Quartal 2016 liegt. Der Anstieg ist auf höhere operative Erträge zurückzuführen. Der Return on Tangible Equity (@12% CET1) betrug 17,2%. Die höheren operativen Aufwendungen und höheren Risikokosten stehen in Zusammenhang mit unseren jüngsten, im vierten Quartal 2016 abgeschlossenen Akquisitionen. Dennoch verbesserte sich die Cost/Income Ratio um 1,1 Prozentpunkte auf 40,5%. Die Nettozinsmarge lag mit 2,23% gegenüber dem vierten Quartal 2016 um 3 Basispunkte höher. Die CET1 Quote (unter Vollanwendung der CRR) erhöhte sich gegenüber Ende 2016 um 60 Basispunkte auf 15,7%.

„Nach dem Rekordjahr 2016 hat die BAWAG P.S.K., gestützt durch eine solide operative Entwicklung sowie Fortschritte bei verschiedenen strategischen Initiativen, das Jahr 2017 erneut mit einer starken Performance begonnen. Mit Österreich als unserem Heimmarkt setzen wir unsere auf die DACH-Region ausgerichtete und sich durch geringes Risiko auszeichnende Strategie weiter fort und bieten unseren Kundinnen und Kunden weiterhin einfach verständliche, transparente und erstklassige Produkte und Dienstleistungen an. Die durch Moody’ s kürzlich erfolgten Upgrades machen die BAWAG P.S.K. zur Bank mit dem besten Rating in Österreich. Gleichzeitig ist dies eine Bestätigung für unsere Stärke, insbesondere unsere Kapitalausstattung, die Qualität der Aktiva sowie unsere nachhaltige Profitabilität. Unsere Ergebnisse für das erste Quartal zeigen erneut, dass die BAWAG P.S.K. gut aufgestellt ist, um in einem wettbewerbsintensiven und sich ständig weiterentwickelnden europäischen Bankenumfeld erfolgreich zu bestehen. Wir befinden uns bereits jetzt auf einem guten Weg, unsere für das Jahr 2017 gesetzten Ziele zu erreichen oder sogar zu übertreffen“, sagte Chief Executive Officer Anas Abuzaakouk.

Starke Kapitalquoten

Das Management steuert die Bank weiterhin auf Basis der Vollanwendung der CRR. Unter Vollanwendung der CRR verbesserten sich die CET1 Quote um 60 Basispunkte auf 15,7% (Dez. 2016: 15,1%) und die Gesamtkapitalquote um 50 Basispunkte auf 18,5% (Dez. 2016: 18,0%). Diese Steigerung ergibt sich aus organischen Erträgen bei gleichzeitiger Finanzierung von Akquisitionen. Damit hat unsere Kapitalausstattung sowohl die regulatorischen Vorgaben als auch unsere CET1-Zielquote von über 12% deutlich übertroffen.

Rating-Upgrade durch Moody’s

Im April 2017 wurden die langfristigen Ratings für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten sowie das Emittenten- und Einlagenrating der Bank um eine Stufe auf A2 angehoben, wobei der positive Ausblick dieser Ratings beibehalten wurde. Gleichzeitig wurden das Standalone-Rating der Bank um eine Stufe auf baa1 sowie das Rating für nachrangige Verbindlichkeiten ebenfalls um eine Stufe auf Baa2 angehoben. Diese Upgrades machen die BAWAG P.S.K. gemeinsam mit ihrem Fitch-Rating zu einer der wenigen Banken Europas, die mit zwei Ratings in der Kategorie „single A“ ausgestattet sind.

BAWAG P.S.K. durch Global Finance als „Beste Bank in Österreich 2017“ ausgezeichnet

Zusätzlich zu den Moody’s-Upgrades wurde die BAWAG P.S.K. im März 2017 von Global Finance, einem der führenden Magazine für Finanz- und Kapitalmarktthemen, zur „Besten Bank in Österreich 2017“ gewählt. Nachdem wir bereits im Dezember 2016 durch das Magazin The Banker als „Bank des Jahres 2016“ in Österreich ausgezeichnet wurden, sind wir stolz darauf, dass die erfolgreiche Entwicklung unserer Bank neuerlich anerkannt wurde. 

Erwerb von PayLife

Im Februar 2017 unterzeichnete die easybank mit SIX Payment Services Austria einen Vertrag zum Erwerb des Geschäftssegments Commercial Issuing (Herausgabe von Kredit- und Prepaidkarten, PayLife). Diese Akquisition liefert nicht nur einen positiven Ergebnisbeitrag ab dem ersten Tag, sondern ermöglicht der easybank auch die Nutzung bestehender Partnerschaften und Vertriebskanäle, um ihr Geschäft im In- und Ausland weiter auszubauen. Das Closing wird für das zweite Halbjahr 2017 erwartet. 

Highlights der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2017

Die BAWAG P.S.K. setzte im ersten Quartal 2017 ihre Businesspläne erfolgreich um und erzielte weitere starke Quartalsergebnisse. 

Die operativen Erträge erhöhten sich um 6% auf 265 Mio. EUR. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds stieg der Nettozinsertrag im ersten Quartal 2017 ebenfalls um 6% auf 197 Mio. EUR, in erster Linie aufgrund einer Steigerung des Nettobestandes an Aktiva und niedrigerer Refinanzierungskosten. Der Provisionsüberschuss sank um 2% auf 50 Mio. EUR. Die Nettozinsmarge verbesserte sich gegenüber dem vierten Quartal 2016 um 3 Basispunkte auf 2,23%, was auf das verbesserte Risiko-/Ertrags-Profil der Bank und die Optimierung der Passivseite zurückzuführen ist.

Die höheren operativen Aufwendungen und Risikokosten des ersten Quartals 2017 stehen in Zusammenhang mit unseren jüngsten im vierten Quartal 2016 abgeschlossenen Akquisitionen. Trotz höherer operativer Aufwendungen verbesserte sich im ersten Quartal 2017 die Cost/Income Ratio um 1,1 Prozentpunkte auf 40,5%. Die Integration unserer vor kurzem getätigten Übernahmen wird im Jahresverlauf zu Synergieeffekten und damit zu einer Reduktion unserer operativen Aufwendungen führen.

Die Bank behält ihr konservatives Risikoprofil mit einer risikoadäquaten Kreditvergabe, niedrigem Leverage und Fokus auf Österreich und Westeuropa bei. Dies spiegelt sich in einer niedrigen Risikokostenquote von lediglich 14 Basispunkten und einer stabilen NPL Ratio von 2,1% Ende März 2017 wider.

Die regulatorischen Aufwendungen erhöhten sich um 53% auf 25 Mio. EUR, da wir bereits etwa 80% der für das Gesamtjahr zu erwartenden regulatorischen Aufwendungen im ersten Quartal ergebniswirksam erfassen mussten.

Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit fokussiert sich die BAWAG P.S.K. auf den Periodengewinn vor Steuern, da der Nettogewinn im Vorjahr durch einen im ersten Quartal 2016 verbuchten, einmaligen Nettosteuerertrag stark beeinflusst wurde. Der Periodengewinn vor Steuern betrug 123 Mio. EUR und lag infolge höherer operativer Erträge um 1% über jenem des Vorjahres und um 18% über dem vierten Quartal 2016.

Die Kredite und Forderungen an Kunden lagen zum 31. März 2017 fast unverändert bei 28,2 Mrd. EUR. Die Kundenkredite stammen weiterhin zu zwei Dritteln aus Österreich und zu einem Drittel aus Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Das gesamte Neukreditgeschäft betrug im ersten Quartal mehr als 900 Mio. EUR.

Die Refinanzierung der Bank basiert weiterhin auf stabilen Kundeneinlagen von 25,5 Mrd. EUR, welche zwei Drittel der gesamten Refinanzierung ausmachen. Der Anstieg im Vergleich zum ersten Quartal 2016 ist im Wesentlichen auf die Übernahme der start:bausparkasse und der IMMO-BANK zurückzuführen. Die Refinanzierungskosten waren aufgrund der Optimierung von Produktmix, Volumen und Preisgestaltung weiterhin rückläufig. Ende des ersten Quartals 2017 lag die durchschnittliche Verzinsung für Retaileinlagen bei 0,22% und damit um 7 Basispunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Segmentberichterstattung
 

Das Segment BAWAG P.S.K. Retail, das die Finanzierung der inländischen Privat- und KMU-Kunden, Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus sowie das Immobilienleasing umfasst, beinhaltet auch die start:bausparkasse und Teile der IMMO-BANK. Dieses Segment wies für das erste Quartal 2017 einen im Vergleich zum Vorjahr um 11% höheren Periodengewinn vor Steuern von 43 Mio. EUR aus. Gleichzeitig wurden ein Return on Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 20,9% und eine Cost/Income Ratio von 51,1% erzielt. Höhere operative Kernerträge, die aus dem Erwerb der start:bausparkasse und der IMMO-BANK stammen, glichen die gestiegenen regulatorischen Aufwendungen für die Einlagensicherung mehr als aus, deren Gesamtbeitrag bereits im ersten Quartal verbucht werden musste. Die Risikokennzahlen spiegeln mit einer Risikokostenquote von 37 Basispunkten und einer NPL Ratio von 1,9% (-30 Basispunkte im Vergleich zum ersten Quartal 2016) die hohe Kreditqualität des Retailgeschäfts wider. 

Das Segment easygroup, das Österreichs führende Direktbank easybank, unser KFZ- und Mobilienleasinggeschäft sowie unsere Portfolios an westeuropäischen Wohnbaukrediten umfasst, erzielte im ersten Quartal 2017 einen Periodengewinn vor Steuern in Höhe von 31 Mio. EUR (+33% im Vergleich zum ersten Quartal 2016), einen Return on Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 37,4% sowie eine Cost/Income Ratio von 20,8%. Das Ergebnis spiegelt die Akquisition eines qualitativ hochwertigen Portfolios von Wohnbaukrediten in Westeuropa im Dezember 2016 wider. Die angekündigte Übernahme von PayLife mit ihrem Card-Issuing-Geschäft bringt diesem Segment deutliche Vorteile: mehr als eine halbe Million zusätzliche Kunden, ein erstklassiges Kreditkartenteam und wichtige Vertriebspartnerschaften.

Das Segment DACH Corporates & Public Sector beinhaltet die Finanzierungen von Firmenkunden und der öffentlichen Hand sowie Provisionsgeschäft primär mit österreichischen sowie ausgewählten Kunden in Deutschland und der Schweiz. Das Segment trug 21 Mio. EUR, um 31% mehr als im ersten Quartal 2016, zum Periodengewinn vor Steuern der Bank bei und erzielte einen Return on Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 19,1%. Die operativen Kernerträge stiegen vor allem durch die Akquisition der IMMO-BANK im Dezember 2016 um 3%. Die Qualität des Portfolios verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2016 weiter. Eine NPL Ratio von 0,7% (-40 Basispunkte) spiegelt den erfolgreichen Risikoabbau vergangener Jahre und die insgesamt hohe Qualität der Aktiva wider.

Das Segment International Business beinhaltet Finanzierungen im internationalen Firmenkunden-, Immobilien- und Portfoliofinanzierungsbereich mit Kunden außerhalb der DACH-Region mit Fokus auf Westeuropa und die Vereinigten Staaten. In der Berichtsperiode trug das Segment 22 Mio. EUR zum Periodengewinn vor Steuern der Bank bei, was einem Rückgang von 13% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres entspricht. Grund dafür sind höhere operative Aufwendungen und Risikokosten, wobei dennoch ein Return on Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 19,5% erzielt werden konnte. Trotz höher als erwartet ausgefallener Rückzahlungen und des generellen Margendrucks blieben die operativen Kernerträge stabil. Ähnlich wie das Kreditgeschäft im DACH-Segment zeichnet sich International Business durch qualitativ hochwertige Aktiva und eine niedrige NPL Ratio von 0,3% aus.

Das Segment Treasury Services & Markets verwaltet das bankinterne Wertpapierportfolio in Höhe von 5,6 Mrd. EUR sowie die Liquiditätsreserve der Bank in Höhe von 2,8 Mrd. EUR. Die durchschnittliche Laufzeit des Wertpapierportfolios betrug fünf Jahre und enthielt zu 96% Investment-Grade-Wertpapiere, von denen 85% in der Ratingkategorie „A“ oder höher eingestuft waren. Das Portfolio beinhaltete zum 31. März 2017 kein direktes Exposure gegenüber China, Russland, Ungarn oder südosteuropäischen Ländern. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien ist gering und konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Segment trug im Berichtsjahr 14 Mio. EUR zum Periodengewinn vor Steuern der Bank bei, der um 45% über jenem der Vergleichsperiode des Vorjahres lag, und erzielte einen Return on Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 17,1%. Insgesamt stiegen die operativen Erträge um 30%, was auf höhere Gewinne aus Finanzinstrumenten zurückzuführen war. 


Kontakt:

Financial Community

Benjamin del Fabro (Head of IR & Communications)

Tel: +43 (0) 5 99 05-22456

investor.relations@bawaggroup.com

   

Medien

Georgia Schütz-Spörl (Pressesprecherin)

Tel: +43 (0) 5 99 05-31210

communications@bawaggroup.com     


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