BAWAG P.S.K.-UMFRAGE: NUR 42% DER JUNGEN AKTIV AN WIRTSCHAFTSTHEMEN INTERESSIERT

  • Wiener mit stärkstem Interesse, Salzburger eher als „Wirtschaftsmuffel“
  • Internet als Quelle für junge Erwachsene: Traditionelle Medien beliebter als Social Media
  • Wirtschaftliche Entwicklungen bis 2024: Junge Frauen optimistischer als Männer

WIEN, 02. September 2019 – Wie eine repräsentative Umfrage, die der österreichische Bankenverband mit der BAWAG P.S.K. durchgeführt hat, zeigt, sind nur 42 % der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren bereit, sich aktiv über Wirtschaftsthemen zu informieren. Die beliebtesten Informationsquellen sind die eigenen Eltern und die Familie. Aber auch das Internet spielt eine große Rolle. Überraschend dabei: Im Internet werden bevorzugt die Online-Ausgaben der traditionellen Tageszeitungen und klassische TV-Nachrichten als Wissensquelle genutzt. Am meisten interessieren sich die jungen Erwachsenen für Berichte zur aktuellen Wirtschaftslage, die aber verständlicher formuliert sein sollten. „Entscheidend für einen guten Umgang mit Geld im Lebensalltag der jungen Menschen ist neben einem soliden Basiswissen die finanzielle Ausgangssituation im Elternhaus. Finanziell zufriedene Eltern vermitteln ihren Kindern tendenziell mehr Wissen rund um wirtschaftliche Themen im Alltag – ‚traditionelle‘ Medien spielen als Multiplikatoren für Wirtschaftsthemen eine wichtige Rolle“, kommentiert Enver Sirucic, CFO der BAWAG Group, die Umfrageergebnisse.

Informationsquellen im Internet: Traditionelle Medien haben Nase vorne

Sich aktiv über Finanz- und Wirtschaftsthemen zu informieren, ist für zwei Drittel der jungen Erwachsenen wichtig (64%). Das gilt vor allem für Personen in Ausbildung (70%). Wiener (70%) und Kärntner (69%) schätzen diese Wichtigkeit am höchsten ein. Auch wenn die Mehrheit der Befragten aktives Informieren für wichtig hält, ist weniger als die Hälfte interessiert, es tatsächlich zu tun (42%). Am ehesten halten sich junge Wiener auf dem Laufenden (53%), am wenigsten die Salzburger (27%). Voll Berufstätige sind am stärksten an Wirtschaftsthemen interessiert (48%), gefolgt von jungen Erwachsenen in Ausbildung (45%). Besonderes Interesse haben auch jene, die entweder finanziell sorgenfrei aufgewachsen sind (50%) oder einen finanziell kritischen Background aufweisen (53%).Was sich die Befragten wünschen, sind verständlichere Formulierungen von Wirtschaftsnachrichten (16%), mehr Aktualitätsbezug (10 %) und ein stärkerer Themenfokus auf junge Menschen (7%). Als wichtigste Informationsquelle wurden von den Befragten die Eltern bzw. die Familie genannt (54%), gefolgt vom Internet (45%) sowie Freunden und Bekannten (24%). Auf Platz 4 rangieren TV/Radio/Zeitungen/Zeitschriften mit 21%. Im Internet werden Informationen zu Finanz- und Wirtschaftsthemen mit rund 55% am stärksten über die „traditionellen Medien“ abgerufen (z. B. TV-Portale und Online Tageszeitungen). Danach folgen die Webseiten von Banken (48%), die sozialen Medien (45%) und Vergleichsplattformen (38%).

Ausblick: Frauen optimistischer als Männer

Aktuell sind 55% der jungen Erwachsenen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation unseres Landes zufrieden, allerdings rechnen nur 38% der Befragten mit einer Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation in den kommenden fünf Jahren. Während die wirtschaftliche Lage in Österreich in der Zukunft als durchschnittlich eingestuft wird, sind die eigenen Zukunftsvisionen durchaus optimistischer: Für die kommenden fünf Jahre rechnen 67% der Befragten mit einer Verbesserung der eigenen finanziellen Situation. Die Optimisten des Landes in Bezug auf ihre finanzielle Zukunft kommen aus den westlichen Bundesländern, die Pessimisten aus Niederösterreich und dem Burgenland. In Bezug auf die Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage in Österreich schätzen Frauen diese deutlich optimistischer ein als Männer: So schätzen etwa zwei Drittel der Frauen die Situation als positiv ein (gegenüber nur 43% der Männer), auch die Aussichten für die Wirtschaft im Jahr 2024 werden mit 48% (gegenüber 29% der Männer) deutlich besser eingeschätzt.

Insgesamt wurden vom Marktforschungsunternehmen marketmind 1.029 Personen aus ganz Österreich im Alter von 18 bis 29 Jahre im Frühjahr 2019 online befragt.

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